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Feuerwehr Baienfurt – Rückblick der vergangenen Monate

Das Jahr 2026 begann für die Feuerwehr alles andere als ruhig. Bereits in den ersten Minuten des neuen Jahres – in der sprichwörtlich „heißesten Nacht des Jahres“ – wurden die Einsatzkräfte um 00:11 Uhr zu einem Brandeinsatz alarmiert. Eine rund 15 Meter lange Hecke an einem Gebäude stand in Vollbrand mit meterhohem Flammenschlag und erforderte ein schnelles und koordiniertes Eingreifen, um ein Übergreifen auf das Gebäude zu verhindern.

Der einsatzreiche Start setzte sich fort: Schon am ersten Tag des Jahres waren insgesamt drei Einsätze zu bewältigen – ein deutliches Zeichen dafür, dass auch 2026 wieder ein arbeitsintensives Jahr werden würde.

Der Januar war im weiteren Verlauf geprägt vom klassischen Einsatzgeschehen. Neben mehreren Türöffnungen für hilfsbedürftige Personen standen auch Ölspuren und ausgelöste Brandmeldeanlagen auf der Tagesordnung. Gegen Ende des Monats kam es jedoch zu einem besonders spektakulären Einsatz: Ein Verkehrsunfall innerorts auf dem Parkplatz eines Drogeriemarktes sorgte für Aufsehen. Ein PKW verursachte erheblichen Sachschaden an mehreren Fahrzeugen, am Gebäude selbst sowie an Teilen der Parkplatzinfrastruktur. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Dimension des Schadens zog sogar erhebliche mediale Aufmerksamkeit nach sich und fand Erwähnung in Tagesschau und Bildzeitung.

Der Februar stand ganz im Zeichen der Fasnacht und stellte die Feuerwehr vor vielfältige zusätzliche Aufgaben. Traditionell unterstützten die Einsatzkräfte die örtlichen Narrenzünfte bei ihren Veranstaltungen. So wurde sowohl das Hexenbesenstellen der Narrenzunft Kikacher Waldbadhexen e.V. als auch das Narrenbaumstellen der Narrenzunft Henkerhaus e.V. begleitet und abgesichert.

Abbildung 1: Narrenbaumstellen 2026

Höhepunkt war die Hauptfasnacht mit dem großen Narrenumzug und der anschließenden Feier am Feuerwehrhaus. Hierbei wurde die Feuerwehr tatkräftig von den Kameradinnen und Kameraden aus Baindt unterstützt, insbesondere bei der Absicherung des Umzugs sowie durch die Stellung einer Alarmbereitschaft.

Abbildung 2: Alarmbereitschaft für den Fasnetsumzug mit Löschfahrzeug der Feuerwehr Baindt und zusammen mit unserem DRK Baienfurt-Baindt. DANKE!

Trotz der närrischen Zeit blieb das Einsatzgeschehen anspruchsvoll. Während des Februars und insbesondere rund um die Hauptfasnacht kam es zu zahlreichen Einsätzen. Dazu zählten unter anderem eine Rauchentwicklung mit Verpuffung in einem Mehrfamilienhaus, mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen sowie verschiedene Amtshilfen für Polizei und Rettungsdienst.

Neben den Einsätzen kam auch die Ausbildung nicht zu kurz. Gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden des DRK Baienfurt-Baindt wurde eine groß angelegte Übung durchgeführt. Angenommen wurde ein Brand in einem Ökonomiegebäude mit mehreren vermissten Personen – ein Szenario, das sowohl die Taktik beim Brandeinsatz beinhaltete, als auch die Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst intensiv forderte.

Ein weiteres Highlight der Ausbildung war die gemeinsame Übung mit der Feuerwehr aus Hoßkirch. Im Fokus stand die Eisrettung auf einem zugefrorenen Weiher im Altdorfer Wald. Hierbei kam ein spezielles Eisrettungsboot zum Einsatz, und die Einsatzkräfte konnten wichtige Erfahrungen für den Ernstfall sammeln.

Der März knüpfte nahtlos an die ereignisreichen Vormonate an und war insbesondere von intensiver Ausbildung und hoher Einsatzfrequenz geprägt. Als Ausbildungsstandort im Landkreis Ravensburg wurden mehrere Schulungen im Bereich Brandbekämpfungstechnik und Atemschutz durchgeführt.

Damit leistet die Feuerwehr einen wichtigen Beitrag zur überörtlichen Ausbildung und zur stetigen Verbesserung der Einsatzqualität.

Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf praxisnahen Übungen. So fand eine groß angelegte Übung bei der Firma Risomat Sondermaschinenbau statt. Schwerpunkte waren hierbei das Schlauchmanagement bei größeren Einsatzlagen, die Entrauchung weitläufiger Gebäude sowie die strukturierte Zusammenarbeit mit dem Führungsassistenten. Solche Übungen sind essenziell, um auch bei komplexen Einsatzszenarien optimal vorbereitet zu sein.

Ein zentraler Termin im März war die Hauptversammlung der Feuerwehr. Kommandant Philipp Meschenmoser blickte auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück: Rund 80 Einsätze und über 4.000 geleistete Stunden zeigen eindrucksvoll das Engagement der Einsatzkräfte. Im Durchschnitt investiert jedes Mitglied der Feuerwehr Baienfurt nahezu vier Arbeitstage pro Jahr allein für Einsätze! Besonders hervorzuheben ist dabei auch die hohe Einsatzbereitschaft: Bereits innerhalb von fünf Minuten nach Alarmierung rückt in Baienfurt das erste Fahrzeug aus. Die Tagesalarmbereitschaft ist weiterhin ungeschlagen, was erheblich entgegen dem Trend spricht.

Ein emotionaler Höhepunkt des vergangenen Jahres 2025 war der Galaabend zur Verabschiedung des langjährigen Kommandanten Stefan Forderer, der vielen noch in besonderer Erinnerung geblieben ist.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden zudem mehrere Kameraden für ihren langjährigen Dienst geehrt. Für 15 Jahre wurde Andreas Otto ausgezeichnet, für 25 Jahre Thomas Riedl und für beeindruckende 40 Jahre aktiven Dienst erhielt Thomas Fitzel das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes Baden-Württemberg. Thomas Fitzel ist stv. Gründungsjugendwart der 2004 gegründeten Jugendfeuerwehr. Kamerad Fitzel wird selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt auf Gemeindeebene ebenfalls geehrt.

Auch das Einsatzgeschehen blieb im März auf hohem Niveau: Insgesamt 15 Einsätze unterschiedlichster Art – vom Verkehrsunfall bis hin zu einem brennenden Bauwagen – forderten die Einsatzkräfte.

Über das Quartal hinaus ragte jedoch ein besonders intensives Einsatzgeschehen in der Nacht vom 2. auf den 3. April heraus. Hier unterstützte die Feuerwehr Baienfurt die Nachbarwehr aus Weingarten zunächst bei einem Großbrand einer Doppelhaushälfte und wenig später in derselben Nacht erneut bei einem Brand in einem Friseursalon. Insbesondere die Atemschutzgeräteträger waren hierbei im Innenangriff gefordert und leisteten unter schwierigen Bedingungen wichtige Arbeit. Mittlerweile wurden so im ersten Quartal durch die Feuerwehr Baienfurt allein 35 Einsätze abgearbeitet.

Nach einem derart intensiven Start in das Jahr 2026 bleibt die Hoffnung, dass das zweite Quartal etwas ruhiger verläuft – wenngleich die Einsatzbereitschaft jederzeit in vollem Umfang gewährleistet ist. Bleiben Sie sicher!

Ihre Feuerwehr Baienfurt.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Kommandant Philipp Meschenmoser